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Leserbrief
Kreuzlingen
02.01.2026
02.01.2026 19:59 Uhr

Weshalb die "Böllerei" endlich aufhören muss

Symbolbild Bild: pixabay.com/ZO24
Eine Kreuzlingerin schreibt in ihrem Leserbrief, dass sie mit wachsender Verzweiflung erneut eine wahre Flut an Feuerwerkskörpern in der Stadt beobachte.

Die anhaltende "Böllerei" treibt nicht nur Lärm und Stress in die Häuser, sondern gefährdet vor allem die Gesundheit und Sicherheit vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger – insbesondere von Kindern, Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen und vor allem der gesamten Tierwelt. Was mich besonders schockiert, ist die scheinbare Verharmlosung dieses Problems: Es wird zwar gern von „feierlicher Atmosphäre“ gesprochen, doch die Belastungsgrenze vieler Menschen wird längst überschritten. Allergiker, Atemwegskranke und Tierhalter sind gezwungen, sich in Wohnungen zu isolieren, Fenster zu schliessen und auf Sicherheit zu hoffen. Gleichzeitig steigt das Risiko von Bränden, Sachschäden und schweren Unfällen erheblich an.

Einige Einschränkungen und Ziele sind:

  • Eine Reduzierung der zulässigen Lautstärke und der Anzahl von verkauften Feuerwerkskörpern, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten.
  • Strengere Kontrollen und konsequente Ahndung von illegalen oder besonders gefährlichen Böller- und Raketenverkäufen.
  • Öffentliche Aufklärung über sichere Alternativen, wie z. B. moderne, emissionsarme Lichtshows oder genehmigte Feuerwerksveranstaltungen mit professioneller Durchführung.

Feuerwerk gehört vielleicht zu bestimmten Festlichkeiten, aber niemand sollte sich dem Lärm und der Gefahr ausgeliefert fühlen müssen. Politik, Ordnungsbehörden und Veranstalter sind gefragt, Lösungen zu finden, die unsere Sicherheit und Lebensqualität schützen, ohne die Freude zu zerstören. Es müssen dringend verantwortungsvollere Wege gefunden werden, um Feste zu feiern – ohne bleibende Schäden zu hinterlassen.

Georgette Tschumper-Dimpel, Kreuzlingen
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