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Leserbrief
Kanton
20.01.2026

Gerechte Renten

Symbolbild Bild: pixabay
AHV und BVG-Abgaben nur aus Lohnbestandteilen zu finanzieren verteuert die Arbeit, schreibt Jost Rüegg in seinem Leserbrief. Und das sei volkswirtschaftlich nicht erwünscht und auch nicht sinnvoll ist. Gerecht wäre, wenn die massiven Zunahmen der Einkommen und das Vermögen von Superreichen künftig ebenfalls zur Finanzierung der Altersvorsorge beigezogen würden.

Nicht die Jungen sollen künftig die Renten für die Alten zahlen. Wie wir alle wissen, kommen die grössten Einkommens- und Vermögenszuwächse nicht von Löhnen. Es sind ganz andere, viel einträglichere Quellen, die zu wenig oder gar nicht mit Abgaben oder Steuern belastet werden. Aber auch diese Quellen verdanken die enormen Zunahmen aus der Wirtschaft, die ohne Erwerbstätige und Lohnempfänger nicht erwirtschaftet werden könnten. Das heisst, die vielen Milliarden, die zurzeit Einzelpersonen zugeschrieben werden, sind nur durch Erwerbstätige, also AHV- und BVG-Berechtige möglich geworden. Einzelpersonen können gar keine Leistungen erbringen, die mehrere Milliarden Gewinne ausmachen. AHV und BVG-Abgaben nur aus Lohnbestandteilen zu finanzieren verteuert die Arbeit, was volkswirtschaftlich nicht erwünscht und auch nicht sinnvoll ist. Es wäre nur gerecht, wenn die massiven Zunahmen der oben erwähnten Einkommen und Vermögen künftig ebenfalls zur Finanzierung der Altersvorsorge beigezogen würden. Den Milliardären bliebe immer noch der grösste Teil Ihrer Gewinne, sie müssten wegen massvollen und gerechten Abgaben zur Sicherstellung der künftigen Altersvorsorge nicht sparen und würden auch nicht ärmer.

Jost Rüegg, Kreuzlingen
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