Bei den erneuerbaren Energieerzeugern spielt der Wirkungsgrad allerdings eine völlig untergeordnete, wenn überhaupt eine Rolle. Der Grund: Jede Kilowattstunde (kWh) Energie aus Solarpanels, Windräder und freifliessenden, also ungepumpten Gewässern ist buchstäblich gratis! Wir bezahlen nur die einmaligen Investitionen, die jährlichen Abschreibungen und den eher geringen Unterhalt. Bei den nicht erneuerbaren Energieerzeugern, die mit Kohle, Erdöl, Erdgas, Uran und Wasserstoff betrieben werden, zahlen wir für die Erzeugung ununterbrochen für jede kWh, sie ist nicht gratis. Die einmaligen Investitionen, die jährlichen Abschreibungen und der Unterhalt kommen da einfach noch hinzu. Darum sind die erneuerbaren Anlagen mittelfristig die günstigsten, vom schadstoffarmen Betrieb einmal noch ganz abgesehen.
Jede Kilowattstunde kostet
Bis die verbliebenen AKW’s in der Schweiz ganz abgestellt werden, wird auch die zu erwartende Stromlücke, jeweils gegen Ende das Winters überwunden sein, das hängt auch sehr von der Bewirtschaftung unserer Speicherseen ab. Der Stromaustausch zwischen der Schweiz und den umliegenden Ländern besteht seit über sechzig Jahren und ist weiter zu führen. Was nicht mehr geht, ist der Verkauf von Strom zu kritischen Zeiten ins Ausland, um einen höheren Gewinn zu erzielen. Der Fünfer und das Weggli geht eben auch hier nicht. Bei den Energieverbrauchern spielt der Wirkungsgrad eine entscheidende Rolle, weil jede kWh Energie eben kostet. Darum sind Verbrennungsmotoren mit unter 40 Prozent Wirkungsgrad, ob mit Benzin, Diesel, Erdgas, Biogas oder E-Fuel betrieben, Auslaufmodelle. Vom eingefüllten Treibstoff gehen bei diesen somit 60 Prozent in Form von Lärm, Wärme und Abgase an die Umgebung verloren. Elektromotoren hingegen, haben inklusive Batterien (Akkus) einen Wirkungsgrad von immerhin 85 Prozent. Abgase treten beim Betrieb am Fahrzeug gar keine auf. Und mit erneuerbaren Anlagen erzeugt, auch keine bei der Stromproduktion.