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Eishockey
11.01.2026

EHCKK gewinnt in St. Gallen und sichert sich Playoff-Teilnahme

Bild: Colin Ulmer
Die Vorzeichen vor dem Spiel der Eisbären St. Gallen gegen den EHC Kreuzlingen-Konstanz waren klar. Während die heimischen Eisbären als Tabellenletzter nur mit einem Sieg noch realistische Chancen hatten, die Playdowns zu vermeiden, konnte der EHC mit einem Sieg die Playoff-Teilnahme bereits einen Spieltag vor Rundenende klar machen.

Im ersten Drittel war es dann aber nur das Team vom Bodensee, das an seinem Ziel arbeitete. Die Grenzstädter liessen sich die Gastgeber immer wieder bei deren Angriffsversuchen festfahren und starteten dann überfallartig gefährliche Angriffe auf das Eisbären-Tor. Ein solcher Konter führte in der 15. Spielminute zur verdienten Führung. EHC-Captain Gian Forster initiierte über den rechten Flügel, Volodymyr Zhuravkov scheiterte im ersten Versuch noch an Eisbären-Goalie Kevin Fehr, doch Jonathan Bögli verwandelte den Nachschuss aus der Luft in bester Baseballmanier zur Gästeführung.

In der 19. Spielminute legte Volodymyr Zhuravkov nach tollem Alleingang zum 2:0 für den EHC Kreuzlingen-Konstanz nach. Auch im zweiten Drittel zeigten sich die Grenzstädter überlegen, mussten sich aber ankreiden lassen, diese Überlegenheit nicht in weitere Tore umgemünzt zu haben. So scheiterte Kristian Gorz bei der besten Chance denkbar knapp am Lattenkreuz. Da den Gastgebern die spielerischen Mittel fehlten, um gegen den EHC mitzuhalten, brachten sie im Laufe des Mitteldrittels zusehends Körperlichkeit ins Spiel. Mit teilweise (über-)harten Checks versuchten die Eisbären die Gäste aus dem Konzept zu bringen. Zunächst ohne Erfolg.

Pfostentreffer der Eisbären

Der EHC musste aber eine Strafzeit mit in das letzte Drittel nehmen. Aus der Überzahl resultierte der etwas überraschende Anschlusstreffer für St. Gallen. Nick Frischknecht hatte trocken von der blauen Linie abgezogen (41.). Und dieses Schema wiederholte sich nur kurz darauf: Wieder Strafzeit gegen den EHC. Wieder ein harter Schlagschuss von der blauen Linie: 2:2 durch Marco Stierli (44.). Von diesem Schock musste sich das Team von Headcoach Christian Rüegg erst einmal erholen, was nicht sofort gelang. So hatten die Kreuzlinger in der Folge Glück bei einem Pfostentreffer der Eisbären. Zudem musste EHC-Goalie Alex Litscher bei einem Alleingang der Gastgeber Kopf und Kragen riskieren, parierte aber stark.

In den letzten zehn Minuten übernahm der EHC allerdings wieder das Kommando, ohne allerdings den entscheidenden Treffer markieren zu können. So ging es in die Verlängerung. Beim Drei gegen Drei wehrte der EHC den ersten Angriff der Eisbären ab. Beim folgenden Gegenstoss war es am Ende Kristian Gorz, der die Scheibe zur Entscheidung ins St. Galler Tor stocherte. Sehr zur Freude der mitgereisten EHC-Anhänger.

Heimspiel am 24. Januar

Mit dem achten Saisonsieg sicherte sich der EHC Kreuzlingen- Konstanz einen Spieltag vor Saisonende die Playoff-Teilnahme. Im abschließenden Saisonspiel am 24. Januar.2026 haben die Kreuzlinger nun die Chance sich gegen den direkten Kontrahenten Engiadina das Heimrecht für die erste Playoff-Runde zu sichern. Spielbeginn in der Bodensee Arena ist um 20 Uhr.

EHC Kreuzlingen:

Tor: Litscher (Laux)

Verteidigung: Niederhäuser- Bernard; Lehner – Schmalbach; Hinrichs

Angriff: Gorz – Prikler – Burlachenko; M. Bruni – Krismer – Zhuravkov; Bögli – Forster – Schneider

Tore: 0:1 (15.) Bögli (Zhuravkov); 0:2 (19.) Zhuravkov; 1:2 (41.) Frischknecht (Steiner, Schneider); 2:2 (44.) Stierli; 2:3 (62.) Gorz

Strafminuten: HC Eisbären St. Gallen 4 – EHC Kreuzlingen-Konstanz 6

 

Jens Weimer / EHC Kreuzlingen-Konstanz
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